Konzentrier dich auf deine Ziele und suche dir deinen eigenen Weg.Wie wichtig ist der NC (Numerus clausus)?

Der Numerus clausus ist immer noch eins der stärksten und wichtigsten Auswahlkriterien von Universitäten, ZVS, und Ausbildungsbetrieben. Vor allem bei beliebten und fast immer überlaufenden Fächern wie Jura, Medizin und BWL ist eine gute Abiturnote essentiell für den Wunschstudienplatz.

Es ist natürlich kritisch zu beurteilen, ob es die richtige Vorgehensweise ist, einen jungen Menschen mit dem Wunsch nach einem Studienplatz nur nach schulischen Leistungen zu beurteilen. Denn, wenn man mal ehrlich ist, so hängen die Schulnoten von vielen Faktoren ab.  Mit Sicherheit sind viele Schüler faul und haben daher eine schlechte Note verdient. Es gibt aber auch Mengen an Schülern, die nicht faul und auch nicht dumm sind, nur einfach mit ihrem Lehrer nicht klar kommen oder durch persönliche Probleme Schwierigkeiten in der Schule haben. So ist es meiner Meinung nach keine gute Methode Studienfächer über den Numerus clausus zu vergeben. Denn hat man den Traum von einem Studium, dann ist der Wille das Studium zu meistern entscheidend und nicht die Schulnote. Nun, man kann sich so laut beschweren wie man will, Fakt ist, dass der Numerus clausus jetzt und wahrscheinlich auch in Zukunft über die Zulassung zu vielen Studienfächern entscheidet.

NC – das einfachste Auswahlverfahren für Unis

Lernen für den Abitursschnitt

Auf der anderen Seite muss man natürlich auch die Situation der Universitäten verstehen. Es gibt einfach nicht so viele Möglichkeiten die Studierenden auszuwählen, wenn man keine mit hohem Aufwand und extremen Kosten verbundenen Einstellungs- oder Motivationstest durchführen will. Wonach sollen sie die jungen Schulabsolventen denn sonst beurteilen, wenn nicht nach ihren bisherigen Leistungen? Jede Uni möchte natürlich die besten Studenten für sich haben und jede Uni möchte den Besten eine Chance geben. Das heißt natürlich nicht, dass die weniger guten Schülern keine Chance haben. Aber, wenn die Studienplätze schon durch Schulabsolventen mit hohem Numerus clausus besetzt sind, braucht man ja auch nicht weiter suchen.

Der Studienbewerber wird wichtiger als der NC

Auch wenn der NC weiterhin eine grosse Rolle bei der Zulassung zum Traumstudium spielt, so gehen manche Universitäten bereits einen anderen Weg. Diese Unversitäten und FHs haben ein Punktesystem erstellt, das ein ehr ganzheitliches Bild des Studienbewerbers bewertet. Hier zählen nicht nur die Abinote, sondern auch auch eine berufliche Ausbildung, längere Auslandsaufenthalte, Praktika, Fremdsprachenkenntnisse, soziales Engagement und auch Motivationsschreiben und Referenzen. Das gibt Studenten, die beim Abi nicht so gut abgeschnitten haben, die Chance, sich anderweitig zu profilieren.

Jetzt mal Klartext – Wie wichtig ist denn nun der Numerus clausus?
Das kommt ganz auf deine Studienwahl an. Hast du den Traum z.B. ein Arzt (Mensch oder Tier) zu werden, oder Jura zu studieren, dann ist der NC gerade für dich sehr wichtig. Denn in solch beliebten Fächern stehen nicht genug Studienplätze für die Masse an Abiturienten zur Verfügung die eigentlich Medizin oder Jura oder ähnliches studieren wollen.

Willst du dich hingegen auf Naturwissenschaften konzentrieren und beispielsweise Physik studieGute Noten sind wichtig, aber nicht alles!ren, dann ist der Numerus clausus vollkommen gleichgültig. Denn vor allem bei naturwissenschaftlichen Fächern herrscht wenig Ansturm. Sie sind meist zulassungsfrei und du kannst dich oftmals sogar ganz ohne Bewerbung einschreiben.

Informiere dich frühzeitig ob ein Numerus clausus für dein Traum Studienfach besteht, und wenn ja wie hoch er zurzeit ist. Dann hast du in jedem Fall einen Anhaltspunkt wie gut deine Noten aussehen müssten. Der Numerus clausus kann übrigens von Uni zu Uni unterschiedlich aussehen, er ändert sich von Semester zu Semester und auch das Bundesland in dem du dein Abitur gemacht hast spielt eine Rolle, also Augen auf beim Informationen sammeln.

Wartesemester verbessern die Abinote – leider eine Halbwahrheit!

Unter Abiturienten geht oft das Gerücht um, dass ein paar Wartesemester die Abinote verbessern. Das ist leider nicht der Fall! Wahr ist allerdings, dass Studenten mit der gleichen Abinote und Wartesemstern, Vorrang vor Abiturienten ohne Wartesemester haben. Das heisst, wenn du zum Beispiel im Abitur einen Notendurchschnitt von 2,6 hattest und 3 Wartesemster vorweisen kannst, dann hast du bessere Chancen auf den Studienplatz als jemand, der auch 2,6 im Abi hatte, aber keine oder weniger Wartesemester auf dem Buckel hat. Wichtig: Wenn du auf einen Studienplatz dank Wartesemester spekulierst, dann darfst du dich während der Wartezeit nicht bei einer Uni oder FH einschreiben, denn dann zählt es nicht als Wartesemester. Mach statt dessen lieber eine Ausbildung, oder sammel Auslandserfahrung, zum Beispiel als AuPair oder bei einem Sprachkurs.

Der NC ist weiterhin nicht jedes Jahr an jeder Uni der Gleiche. Es kann durchaus vorkommen, dass er im einen Jahr bei 2,0 und im nächsten schon bei 1,6 steht. Wenn du aber auf Nummer sicher gehen willst hilft nur Lernen, Lernen, Lernen und mit guten Schulnoten punkten. So steht dann deinem Traumstudium nichts mehr im Wege…zumindest im Hinblick auf den Numerus clausus.

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