Du fährst gerne Auto und hast Talent und Lust anderen etwas beizubringen? Ach ja, starke Nerven können auch nicht schaden! Dann könnte der Beruf des Fahrlehrers genau das Richtige für dich sein. Aber auch dieser Berufsweg ist kein einfacher und sollte wohl überlegt sein.

Was macht ein Fahrlehrer?

Die meisten kamen schon in den Genuss…den Genuss Auto fahren zu lernen. Erst ist man begeistert bei der Sache, aber bevor man den Zündschlüssel umdrehen darf…muss man erst einmal die Theorie beherrschen. Ein Fahrlehrer muss dies auch. Denn dessen Aufgabe ist es, jungen Leuten die Regeln im Straßenverkehr zu erläutern und ihnen anschließend die Führung eines Kraftfahrzeuges beizubringen.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um Fahrlehrer werden zu können?

Wer als Fahrlehrer tätig sein möchte, muss mindestens 22 Jahre alt sein und natürlich selbst die Fahrerlaubnis der Klasse A, BE, CE und/ oder DE besitzen. Zudem sollte er schon über ausreichende Fahrpraxis verfügen, um im Straßenverkehr, neben ungeschulten Jungspunden, rechtzeitig eingreifen zu können. Dazu gehört auch, dass er oder sie geistig, körperlich und fachlich geeignet ist, diesen Job auszuführen. Und auch stressresistent sollte man sein, denn neben einem Fahranfänger zu sitzen, erfordert starke Nerven. Zu guter Letzt muss man, um als Fahrlehrer arbeiten zu dürfen, in den letzten drei Jahren zum Fahrlehrer ausgebildet worden sein.

Wie sieht die Ausbildung zum Fahrlehrer aus?

Man absolviert fünf Monate in der Fahrlehrer- Fachschule. Dort besucht man Ganztagskurse und erfährt alles über Verkehrsverhalten, Pädagogik, Recht und das praktische Führen eines Kraftfahrzeugs. Im dritten Monat der Ausbildung muss man bereits eine Fahrprüfung abgelegen und zeigen, was man gelernt hat. Bei Fahrlehrern gibt es keinen zweiten oder dritten Versuch. Eine kleine Missachtung der Verkehrsregeln und man ist draußen.

Nach erfolgreich bestandener Prüfung erlernt man die Praxis in der Ausbildungsfahrschule und bildet Fahrschüler aus. Der Auszubildende wird dabei natürlich von erfahrenen und geschulten Fahrlehrern geleitet und betreut. Darauf folgt die zweite und letzte Prüfung. Diese besteht, wie auch bei der normalen Führerscheinprüfung, aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Während der 45- minütigen Fahrprüfung muss der Auszubildende beweisen, dass er ein Kraftfahrzeug sicher durch den Verkehr manövrieren kann. Der theoretische Teil besteht aus einer Klausur mit vier Aufgaben und darauf folgt noch eine mündliche Überprüfung. Wer einen Prüfungsteil nicht besteht, kann ihn nach einem Monat wiederholen. Die komplette Ausbildung plus Prüfungskosten, kostet in etwa 7.000 Euro.

Wie viel verdient ein Fahrlehrer?

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Fahrlehrers liegt bei circa 2.600 Euro monatlich, nach fünf Jahren Berufserfahrung bei etwa 3.300 Euro. Aber gerade in Zeiten der Weltwirtschaftskrise geht es Fahrschulen gerade nicht besonders gut, da viele Leute das Geld für einen Führerschein im Moment nicht aufbringen können.

Was für Aufstiegschancen hat ein Fahrlehrer?

Wer einmal die Prüfung zum Fahrlehrer abgelegt hat, arbeitet meist in einer Fahrschule. Wer sich selbstständig machen möchte, sollte schon einige Berufserfahrung haben und muss des Weiteren ein betriebswirtschaftliches Seminar belegen.

Doch nicht das, was dir als Karriereziel vorschwebt? Dann schau doch mal unsere anderen Berufsbilder an, vielleicht findest du ja dort etwas, dass dir zusagt. Viel Spass beim stöbern bei Studiberatung!