Kaum zu glauben, aber dies ist laut einer Umfrage einer der beliebtesten Ausbildungsgänge in Deutschland. Vor allem junge Mädchen, die eine Vorliebe für Tiere und Pferde insbesondere haben, interessieren sich für eine Ausbildung als Pferdewirtin. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über den Beruf, die Ausbildung und Gehaltsaussichten.

Was genau macht ein Pferdewirt?

Das Berufsbild lässt sich nicht in einem Wort erklären, da dieser Beruf eine Reihe von Tätigkeiten vereint. Ein Pferdewirt arbeitet meist an einem Reiterhof und ist zuständig für Versorgung, Aufzucht und Ausbildung der Pferde. Pferde müssen gepflegt werden, und nicht nur das Fell, sondern auch Hufe, Schweif und Mähne. Sie müssen regelmäßig gefüttert und getränkt werden und da Pferde sehr viel Verpflegung beanspruchen ist das kein einfacher Job. Pferde müssen außerdem regelmäßig bewegt und trainiert werden. Vor allem junge Pferde brauchen ständige Aufmerksamkeit und eine führende Hand.
Das ist ein allgemeines Berufsbild. Wenn du aber die Ausbildung zum Pferdewirt anstrebst, dann gibt es vier Ausbildungsschwerpunkte und du musst dich für einen entscheiden: Reiten, Pferdezucht- und haltung, Rennreiten und Trabrennfahren.

Die Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten

Jetzt musst du dich zwischen drei Arten von Reiten entscheiden, du musst quasi dein Spezialgebiet wählen:
–    Dressur
–    Springen
–    Vielseitigkeit
Beim Schwerpunkt Reiten spielt aber nicht nur das Reiten der Pferde an sich eine Rolle. Zu diesem Ausbildungsgang gehört auch die tägliche Pflege der Pferde und natürlich die Verpflegung und die Reinigung der Pferdebox. Die medizinische Versorgung der Pferde und die Instandhaltung der Geräte gehört genauso dazu, wie die Vorführung der Pferde und des eigenen Talents bei Wettbewerben.

Die Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Pferdezucht- und haltung

Bei diesem Schwerpunkt ist man Zuständig für alles, was mit der Entwicklung des Pferdes zu tun hat. Angefangen bei der Bedeckung eines Pferdes bis über die Geburt und das Training. Gleichzeitig muss man sich auch hier um Pflege und Verpflegung kümmern.

Die Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Rennreiten

Diesen Beruf kann man später nur ausüben, wenn man von mittlerer Körpergröße ist und schmal gebaut ist, also wenig Gewicht auf die Wage bringt. Das ist wichtig, da man die Pferde auf eine Karriere auf der Rennbahn vorbereitet und später auch selbst beim Rennen darauf sitzt, um es zu lenken. Ein großes Gewicht auf dem Rücken, würde das Pferd nur bremsen. Aber auch hier ist neben dem Spaß harte körperliche Arbeit bei der Pflege der Pferde angesagt.

Die Ausbildung zum Pferdewirt mit Schwerpunkt Trabrennfahren

Auch hier ist ein geringes Körpergewicht und Sportlichkeit Grundvorrausetzung, da man an Rennen teilnimmt. Davon abgesehen lernt man in der Ausbildung alles über Haltung, Pflege, Hufbeschlag und das Training von Pferden.

Grundsätzlich dauert die Ausbildung in einer der Bereiche drei Jahr und erfordert ein gewisses Gefühl für Tiere und Liebe zu Pferden, Talent im Bereich Reitsport und großes Verantwortungsbewusstsein, denn du arbeitest tagtäglich mit Lebewesen zusammen.

Bei weiteren Fragen besuche die Seite der Deutschen Reiterlichen Vereinigung!

Was für Aufstiegschancen habe ich als Pferdewirt?

Neben der Grundausbildung zum Pferdewirt gibt es auch die Fortbildungsmöglichkeit in Form von einer Meisterprüfung.
Doch Erfolg kann in diesem Beruf nur haben, wer eine gewisse Leidenschaft für Pferde hegt und weiß, wie man mit ihnen umzugehen hat. Vor allem im Bereich des Trabrennfahrens und des Rennreitens, liegt der Erfolg in deinen Händen. Denn du bist für die Ausbildung des Pferdes verantwortlich und somit auch für Sieg oder Niederlage.

Wieviel verdient ein Pferdewirt?

Die Gehälter in diesem Bereich sind sehr leistungsbezogen. Das minimale Gehalt eines Pferdewirtes liegt bei 9.000 Euro und das maximale Gehalt bei 48.000 Euro jährlich.