Oft steht man in einer Bäckerei oder Konditorei und bei den ganzen Torten und Kuchen weiß man gar nicht, was man zuerst probieren soll. Ein Konditor ist verantwortlich für diese kleinen Kunstwerke, die den Gaumen beglücken.
Das Wort Konditor stammt von dem lateinischen „candire“ ab, was soviel wie kandieren bedeuten.

Die Aufgaben eines Konditors

Ein Konditor stellt also Zuckererzeugnisse wie Torten, Kuchen, Pralinés, Petit Fours, kandierte Früchte aber auch Speiseeis her. Bis heute gelten diese Produkte als Luxusprodukte und sind in eigens dafür angelegten Konditoreien erhältlich. Eine Konditorei unterscheidet sich von einer Bäckerei daher, dass hier kein Brot hergestellt wird und das herstellen von Fein- und Süßgebäck hier geradezu als Kunst zelebriert wird.
Dabei stammt der Beruf Konditor von dem Bäcker ab. Alles hat mit der Lebkuchenherstellung begonnen, daraus wurden später die Zuckerbäcker und heute ist es eine eigene Berufsbezeichnung.
Aber als Konditor muss man nicht zwangsläufig in einer Konditorei oder Bäckerei arbeiten. Auch Restaurants, Cafés und Hotelküchen und die Süß- und Backwarenindustrie beschäftigen Konditoren.
Damit die Köstlichkeiten schon morgens fertig zum verkaufen sind, müssen Konditoren, genau wie auch Bäcker, früh aufstehen und sich an die Arbeit machen. Zutaten müssen bereitgestellt werden, der Teig vorbereitet und dann fängt die Arbeit erst an. Das Besondere am Beruf des Konditors ist, das man ein Auge für Ästhetik hat, da Kuchen, Torten und all die anderen leckeren Dinge verziert und regelrecht geschmückt werden, denn das Auge isst ja bekanntlich mit. An Feiertagen ist natürlich besonders viel zu tun. Und viele Dinge bereitet ein Konditor extra auf Bestellung zu, wie zum Beispiel Hochzeitstorten, die oftmals individuell, auf Wunsch des Kunden, verziert werden.
Aber ein Konditor ist nicht nur für die Herstellung der Leckereien, sondern oft auch für die Kundenberatung und Verkauf an der Theke zuständig. Außerdem muss er darauf achten, dass immer genug Zutaten da sind, und dass die Maschinen regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Wie wird man ein Konditor?

Die Ausbildung zum Konditor dauert 3 Jahre und wird in einer Konditorei oder Bäckerei durchgeführt. Am Schluss erhält man einen Gesellenbrief, der Nachweis, dass man nun befugt ist, als Konditor tätig zu sein. Wer höher hinaus will, und zum Beispiel seine eigene Konditorei eröffnen möchte, der kann eine Meisterprüfung ablegen und erhält im Anschluss daran den so genannten Meisterbrief. Die Meisterschulung kann auch direkt nach der Lehrzeit begonnen werden, falls man diese sofort machen möchte.
Wer sich fortbilden möchte, kann, wenn er denn einen Meisterbrief besitzt, bestimmte Studiengänge an der Universität belegen, und somit in eine andere Lebensmittelbranche einsteigen.

Voraussetzungen, um Konditor werden zu können

Um eine Ausbildung zum Konditor zu beginnen, muss man entweder Abitur, Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss vorweisen können. Außerdem sollte man einen guten Geruchs- und Geschmackssinn mitbringen und auch Kreativität und ein Auge für das Ästhetische haben. Ansonsten ist Hygiene bei Konditoren besonders wichtig, da sie unmittelbar mit den Lebensmitteln in Berührung kommen und viel mit den Händen arbeiten.

Wie viel verdient ein Konditor?

In den Ausbildungsjahren verdient ein Konditor im Schnitt zwischen 300 und 400 Euro. Hat der Konditor seine Ausbildung abgeschlossen verdient er durchschnittlich 1.450 Euro Brutto im Monat. Natürlich hängt das Gehalt eines Konditors auch davon ab, in welchen Etablissement er arbeitet und wie gut er in seinem Beruf ist.