Ja, die Schulzeit ist eine schöne Zeit, irgendwie kommt man ja immer durch und bis zum Studium ist ja noch lange hin. Dann muss man auf einmal die Abiturprüfungen ablegen und wünscht sich, man hätte in der Oberstufe besser aufgepasst. Denn mittlerweile ist die Konkurrenz an den Unis groß geworden und mit einem durchschnittlichen oder unterdurchschnittlichen Abitur sieht es schlecht aus, wenn man Psychologie studieren möchte. Trotz harter Annahmebedingungen an den Hochschulen dieses Landes gibt es ein paar Tricks, wie es trotzdem klappen könnte:

Durch Losverfahren doch noch einen Studienplatz ergattern

Selten bleiben noch Plätze in bestimmten Studiengängen frei. Dort kann man sich dann noch einmal bewerben und durch ein Losverfahren wird entschieden, wer doch noch angenommen wird. Hier spielen Abiturnoten keine Rolle. Aber es ist auf keinen Fall eine Garantie, dass man doch genommen wird.

Die Abiturnote „aufbessern“

Man kann bestimmte Pluspunkte sammeln, die sich im Nachhinein positiv auf den Schnitt auswirken und möglicherweise die Eintrittskarte in die heiligen Hallen der Wunschuniversität bedeuten. Man muss nach dem Abitur ja nicht sofort studieren. Viele machen ein freiwilliges soziales Jahr, andere fangen erst einmal eine Lehre an. Diese Dinge werden von vielen Hochschulen bei der Auswahl berücksichtigt. Auch Auswahlgespräche und Berufserfahrung zählen, daher alle Praktika und Jobs angeben. Mittlerweile ist es bei einigen Hochschulen auch Standard, Aufnahmetests durchzuführen, das heißt die Abiturnote ist hier nicht das einzige, das zählt!

Quer in das Studienfach seiner Träume „einsteigen“

Quer einsteigen? Wie das gehen soll? Es ist die häufigste benutze Methode, um doch an den gewünschten Studienplatz zu kommen. Und zwar schreibt man sich in ein Fach ein, wo man angenommen wurde, auch wenn es nicht das absolute Wunschfach ist. An der Universität besucht man dann aber die Kurse des Wunschfaches, um sich die Grundlagen anzueignen. Da jedes Jahr Studenten ihr Studium frühzeitig abbrechen, hat man dann vielleicht die Chance auf einen ihrer Plätze. Aber Vorsicht: Auch diese Methode gibt keine Garantie auf Erfolg und ist eher etwas für Risikofreudige.

Einen Studienplatz einklagen

Dieser Weg hat eine relativ hohe Erfolgsgarantie, ist aber mit Kosten für einen Anwalt verbunden. Dieser reicht Klage bei der entsprechenden Universität ein und diese muss nun prüfen, ob sie wirklich nur so viele Studenten annehmen kann, wie sie denn angibt. Wenn sie doch noch über Kapazitäten verfügt, ist sie verpflichtet, den Studenten doch noch aufzunehmen.

Im Osten oder außerhalb Deutschlands studieren

Man mag es kaum glauben, aber in den östlichen Bundesländern, sind die Kapazitäten bei weiten noch nicht ausgeschöpft. Klar, in Berlin ist das Auswahlverfahren besonders streng und mit einem schlechten Abitur kann man sich schon seine Chancen ausrechnen, aber in Brandenburg zum Beispiel gibt es sehr wohl noch Plätze. Auch andere Universitäten im Osten klagen nicht gerade über überfüllte Vorlesungssäle.
In Österreich gibt es für viele Fächer keinen Numerus Clausus und es werden sehr viel mehr Studenten angenommen. Auch für Fächer, die hierzulande einen sehr hohen NC haben.
Es gibt also noch Licht am Ende des Tunnels und eine schlechte Note im Abitur ist nicht das Ende der Welt. Viel Glück für alle Quereinsteiger und Anwälte!