Praktikum oder Nebenjob – Was nützt mehr?

Der Jobmarkt ist hart umkämpft, Lebenshaltungskosten steigen und die Studiengebühr reißt ein zusätzliches Loch in den meist ohnehin schon schmalen Studentengeldbeutel. Doch warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Geld verdienen und Berufserfahrung sammeln. Doch die Frage ist: Praktikum oder Nebenjob – Was nützt mehr?

Nebenjob

Während deines Studiums bist du natürlich eingespannt, doch für die meisten Studenten ist es machbar ein paar Stunden die Woche und sei es am Wochenende zu arbeiten. Für diese Studenten bietet es sich an einen Nebenjob zu suchen. Bezogen auf spätere berufliche Chancen sollte man einen Nebenjob aber nicht rein nach dem Gehalt auswählen. Wichtig ist vor allem ob der Job dich auch fachlich in deinem Studiengebiet weiterbringt und ob du durch den Job, bei späteren Bewerbungen um z.B. eine Festanstellung, bessere Karten hast und dich aus der Masse abhebst.

Dennoch entscheiden sich viele Studenten dafür einen Nebenjob in einem völlig studienfachfremden Bereich nachzugehen und kellnern zum Beispiel. Auch das ist natürlich eine Alternative die zumindest Geld einbringt und die einem beim Erlernen von wichtigen Soft Skills ebenfalls hilfreich sein kann. Allerdings solltest du wirklich darauf achten, dass es bei deinem Nebenjob nicht ausschließlich ums Geld verdienen geht. Denn wenn du 10 Stunden die Woche einem Job nachgehst der dir weder Spaß macht noch dir etwas für deine berufliche Zukunft bringt dann wären die 10 Stunden anders sicher sinnvoller investiert.

Generell gilt, dass Nebenjobs heute meist als so genannte Mini-Jobs angemeldet sind. Das heißt, du verdienst bis zu 400€ im Monat und bist nicht Steuerpflichtig. Solltest du mehr als 400€ pro Monat verdienen solltest du dich genau darüber informieren welche Sozialabgaben und Steuerabgaben du dann zu leisten hast.

Praktikum

Auch ein Praktikum ist für viele Studenten der erste Schritt in Richtung Berufswelt. Viele Unternehmen begrüßen den Arbeitseifer von Studenten sehr und stellen Praktikanten für einige Wochen bis hin zu einem Jahr ein. Ein Praktikum ist meist in Vollzeit, daher haben Studenten oft nur die Möglichkeit in den Semesterferien ein Praktikum zu absolvieren. Allerdings gehen immer mehr Fachhochschulen und Universitäten dazu über mindestens ein Pflichtpraktikum für jeden Studenten festzulegen.

Durch ein Praktikum kannst du viele neue Kontakte knüpfen und erste Berufserfahrung sammeln. Darüber hinaus kannst du relativ ungezwungen in mehrere Berufsfelder Einblick bekommen und so besser entscheiden in welche Richtung du dich beruflich entwickeln möchtest. Wenn du dich für ein Praktikum entscheidest solltest du aber darauf achten, dass du in dem Unternehmen nicht als billige Arbeitskraft „missbraucht“ wirst und dass das Praktikum dich fachlich weiter bringt.

Durch ein Praktikum hinterlässt du langanhaltenden EindruckIn jedem Fall bietet ein Praktikum aber die Chance schon einmal einen Fuß in die Tür des Unternehmens zu stellen und hat schon mal seine Daten in der Kartei des Unternehmens. Falls es dir dort dann gefällt und du einen guten Eindruck hinterlassen konntest wird dir dies bei einer späteren Bewerbung auf jeden Fall helfen. Praktikumsstellen findest du bei allen großen Online-Jobbörsen, am Schwarzen-Brett deiner Universität, in der regionalen Presse oder bei speziellen Praktikumsbörsen wie z.B. praktika.de.