Der Lebenslauf ist die Visitenkarte einer Bewerbung und wird als erstes angeschaut und auch am intensivsten. Wer glaubt, Hobbys würden eine große Rolle spielen, der hat falsch gedacht. Die meisten Personaler interessieren sich kaum für die Hobbys, sondern eher für eine fundierte Ausbildung oder Studium und Berufserfahrung.

Aber aufgepasst: Wer gerade erst die Schule, Ausbildung oder Studium abgeschlossen hat und nicht viel Arbeitserfahrung vorzuweisen hat, der sollte Hobbys anführen, da sie zum einen den Lebenslauf füllen und einen kleinen Einblick in das Privatleben gewähren. Außerdem lassen Hobbies einen ersten Einblick in die Persönlichkeit des Bewerbers. Manschaftssport=guter Teamplayer, Posten in einem Verein=bereit Verantwortung zu übernehmen, etc.

Welche Hobbys gehören in den Lebenslauf, welche nicht?

Lesen, Malen und Reiten waren gestern, also besser mal Gedanken machen und die Rubrik „Hobbys“ im Lebenslauf etwas aufpolieren. Jeder zivilisierte Mensch heutzutage hat Hobbys und Interessen, daher sollte nicht gähnende Leere herrschen.
Es gibt Hobbys mit denen du einen guten Eindruck hinterlassen wirst: So wird zum Beispiel soziales Engagement und gemeinnützige Arbeit gerne gesehen. Genauso wie die Arbeit in Vereinen, der Politik und im Umweltschutz ein Zeichen für Engagement und Einsatzbereitschaft.
Wichtig ist nur, dass die Tätigkeit die positiven Eigenschaften deines Charakters zeigen und vielleicht auch, dass du Organisationstalent hast. Alle Dinge, die auch für die Arbeit von Vorteil sein könnten, werden von Personalern gerne gesehen.
Zu viele Hobbys und Interessen können aber wiederum abschrecken, da das den Eindruck vermitteln könnte, dass du deine ganze Energie für die Zeit außerhalb der Arbeit aufbringst und für den Job an sich kaum noch Zeit und Interesse bleibt.
Wer sich im Lebenslauf etwas bedeckt hat und nicht zu viel über sein Privatleben verrät, der macht sich interessanter. In erster Linie geht es ja auch um die Qualifikationen, die man mitbringt und nicht darum, ob man einen Tauchschein hat.

Während dem Bewerbungsgespräch über die Hobbys sprechen?

Eigentlich gilt: Job und Privatleben sollte klar getrennt werden, daher gehören die privaten Interessen nicht gerade in die Präsentation der eigenen Person.
Wenn der Personaler oder die Person, die das Bewerbungsgespräch führt, dich eben doch darauf anspricht, dann sollte man bereitwillig Auskunft geben. Aber auch wenn Gärtnern die heimliche Leidenschaft ist, so sollte man sich kurz fassen und von selbst das Gespräch wieder auf die Arbeit lenken. Wenn der Personaler selbst eins ihrer Hobbys teilt, dann ist das schon mal sehr gut. So hat man automatisch ein Stein im Brett aber jetzt nicht nachlassen, denn das heißt noch lange nicht, das man die Stelle sicher hat.

Darf man Hobbys angeben, die man nicht hat?

Ehrlichkeit währt länger und bewahrt einen vor peinlichen Situationen, also besser nichts angeben, von dem man absolut keine Ahnung hat. Wenn es um eine wichtige Position geht, wird der Personaler möglicherweise nachfragen und schon beim Bewerbungsgespräch bei einer Lüge ertappt zu werden, wäre nicht ratsam.