Die Universität oder Hochschule ist so ganz anders als die Schule damals. Man ist auf sich alleine gestellt, nur einer unter vielen und man muss sich den Stoff teilweise selbst erarbeiten. Manche studieren auch nur, um zu studieren, um etwas zu machen, weil sie sonst nicht wissen wohin in ihrem Leben. Und manche hegen den heimlichen Traum Kunst zu studieren, nur um sich dann für BWL einzuschreiben, weil das einfach „sicherer“ ist.
Es gibt viele Gründe, sein Studium abzubrechen und keiner sollte als Scheitern aufgefasst werden.
Circa ein Viertel jedes Jahrgangs schmeißt früher oder später das Studium hin und trotzdem ist niemals der Weltuntergang ausgebrochen.

Studium abbrechen – ja oder nein?

Du hast gedacht, du fängst einfach mal an zu studieren, alle anderen studieren ja auch. Aber du quälst dich nur noch, alles Lernen bringt nichts, die Kurse interessieren dich nicht und überhaupt ist die Studienzeit, wie so oft gesagt wird, eben nicht die beste Zeit deines Lebens. Bevor du nun komplett resignierst, suche eine Vertrauensperson an deiner Universität oder Hochschule auf. Hier gibt es Menschen, die extra dafür ausgebildet wurden, jungen Menschen, die ihr Studium abbrechen wollen, zu beraten und zu helfen.
Du solltest dich besser schnell entscheiden und nicht noch ein paar Semester durchschlagen, da die Zeit dir später fehlen wird. Und je länger du mit deiner Entscheidung wartest, umso unglücklicher wirst du unter Umständen und je schwerer wird der Abbruch. Die Gretchen- Frage ist keine leichte Frage aber Freunde und Familie werden dir helfen, wenn du offen darüber sprichst. Totschweigen hilft nichts und ignorieren des Problems auch nicht. Es bringt auch nichts für deine Eltern zu studieren, oder weil man das halt so macht. Du solltest eine Weiterbildung nur für dich alleine machen wollen.

Besonders die Phase des Abbruches wird als sehr belastend empfunden und es passiert schnell, dass man in ein Loch fällt oder von Zukunftsängsten gequält wird. Dabei kann man den Studienabbruch doch durchaus von einer positiven Seite betrachten: Man hat den Mut aufgebracht, etwas an seiner Situation zu ändern. Man hat genug Mumm, um so eine Entscheidung zu treffen und man hat nun die Möglichkeit, einen neuen Weg einzuschlagen, der einen glücklicher macht. Also: Nach vorne schauen und sein Glück selbst in die Hand nehmen.

Welche Alternativen gibt es zum Studium?

Nehme dir die Zeit zu reflektieren, was du wirklich möchtest, was du erreichen willst im Leben und du wirst höchstwahrscheinlich sehr viel mehr über dich selbst erfahren.

Mache dir Notizen, damit du nichts vergisst und stelle dir Fragen wie: „Was kann ich besonders gut?“ „Wo liegen meine Fähigkeiten“ und „Wie sieht mein Traumjob aus?“

Vielleicht möchtest du ein neues Studium beginne oder doch lieber eine praktische Ausbildung? Wenn du gar nicht weißt, was du machen möchtest, dann probiere doch ein paar Sachen aus und mache Praktika. Das ist keine Zeitverschwendung, im Gegenteil, die Arbeitserfahrung, die du dort machst, wird dir angerechnet und damit punktest du im Lebenslauf.
Auch wir bei Studiberatung können dir hilfreich zur Seite stehen und dir bei der Entscheidung helfen.

Außerdem gibt es Lektüren, die sich extra mit dem Thema Studienabbruch beschäftigen, falls du mehr darüber erfahren möchtest.