BWL - Studium fuer UnentschlosseneBWL – wirklich ein Studium für Unentschlossene?

Was studierst du? BWL – ah, macht ja jeder, der nicht so genau weiß, was er machen soll – Wer kennt dieses Vorurteil nicht? Einer der beliebtesten Sprüche: Wer nichts wird, wird Wirt und wer gar nichts wird, wird Betriebswirt. Doch ist das wirklich so?

Das BWL Studium bietet seinen Studenten mit Sicherheit jede Menge Berufsmöglichkeiten. Durch seine breit gefächerten Themengebiete ist es möglich, sich in viele Richtungen zu entwickeln. Mit einem BWL Studium kannst du viel machen und viel werden. Du kannst aber auch nicht wissen, in welche genaue Richtung dich deine Berufliche Laufbahn führt. Aber bei welchem Studium, bei dem es nicht einen festegelegten Beruf gibt kann man das? Natürlich kommt es oft vor, dass vor Studienantritt viele BWL Ersti-Studenten noch nicht genau wissen, in welche von diesen vielen Richtungen sie gehen möchten. Doch ist das gleich ein Grund zu sagen, wenn ich mir unsicher bin, was ich mal werden will, dann studiere ich BWL? Meine klare Antwort dazu: NEIN!

Als Student entwickelt man sich im Laufe des Studiums und dementsprechend können sich auch deine Interessen verändern. Ist es als negativ anzusehen, wenn man Flexibel an eine neue Sache herangeht? Als Abiturient/in sollte man sich im Klaren sein, was man von seinem Leben erwartet. Was willst du erreichen und wie viel bist du bereit dafür zu geben? Ein  BWL Studium ist durchaus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Durch die hohe Anzahl an werdenden Betriebswirten ist es ebenfalls Ratsam sein Studium nicht nur gerade so eben, an irgend so einer Universität zu studieren. Entweder ganz oder gar nicht. Wie in jedem Studienfach lautet die Devise: Willst du was erreichen, dann musst du dafür arbeiten.

Mit dem Abitur in der Hand scheint es manchmal als ob einem die Welt zu Füßen läge. Sobald man jedoch als Student Fuß gefasst hat, wird jeder schnell merken: Von nichts, kommt nichts.

Wohin solls nach dem Abi gehen?Generell lässt sich sagen, dass nicht die einzelnen Fächer „an sich“ ein BWL Studium schwer machen, die Masse des Stoffs und vor allem die Bandbreite der verschiedensten Themengebiete zwingen leider viele Studenten schon in den ersten Semestern das Handtuch zu werfen. Denn die Betriebswirtschaftslehre unterteilt sich in mehrere ganz unterschiedliche Fachbereiche: allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftrecht, Mathematik, u.s.w. Eine Freundschaft mit der Mathematik zu schließen oder wenigstens keine Abneigung gegen sie zu haben ist grundlegend für ein BWL Studium. Auch wenn sich oftmals über die Rechenkünste der BWLer lustig gemacht wird (absolut unberechtigt, selbst redend). Mathe gehört zum Grundhandwerkszeug eines jeden BWLers. Ebenso sollte keine Scheu vorm Lesen bestehen, denn damit verbringt man den Großteil seiner Zeit als Student. Was ich hiermit auf keinen Fall bezwecken möchte: Das Betriebswirtschaftliche Studium als unschaffbar schwer darstellen. Schwerer als alles andere! Nein, das möchte ich nicht. Was ich aber klarstellen will: Zu einem BWL Studium gehört ebensoviel Fleiß, Ehrgeiz und Entschlossenheit, wie zu jedem anderen Studium.

Informiere dich im Vorhinein, was genau Betriebswirtschaft bedeutet, was dich erwartet und welche Anforderungen an dich gestellt werden. Denn nicht alle BWLer werden irgendwann mal Chef. An jeder Uni, an der ein solches Studium angeboten wird, kannst du dich so ausführlich wie du möchtest informieren und beraten lassen. Hast du jedoch an wirtschaftlichen Fragestellungen Spaß und bist durchaus bereit alle Anstrengungen auf dich zu nehmen? Kannst gut lernen,hast eine gewisse Neigung zu Mathe und lässt dich nicht unterkriegen? Dann solltest du durchaus über ein BWL Studium nachdenken, auch wenn du dir Anfangs unsicher bist, in welche Richtung du dich spezialisieren wirst.