Viele haben die Wahl nicht und müssen gezwungenermaßen ausziehen, da die Uni oder Hochschule an der sie studieren wollen, weit weg vom Elternhaus ist. Aber manchmal stellt sich die Frage, soll ich mich weiter im Hotel Mama verwöhnen lassen oder doch flügge werden und endlich lernen auf eigenen Füßen zu stehen? Im Folgenden erörtern wir Vor- und Nachteile beider Varianten und hoffen, dass die eine oder andere Entscheidung nun leichteren Herzens gefällt werden kann.

Vorteile, wenn man während dem Studium zu Hause wohnt

Lass sie reden, kann ja sein, dass das uncool ist, wenn du noch zu Hause wohnst, aber was soll’s. Du musst dich nicht mit Stromrechnungen und Mieterhöhung rumärgern, mit der vorangehenden stressigen Wohnungssuche schon gar nicht. Das Essen steht auf dem Tisch, die Mama fragt wie es heute in der Uni war, das mit dem erwachsen werden hat ja noch Zeit. Außerdem ist es finanziell so natürlich viel günstiger. Neben den Studiengebühren noch eine Wohnung oder WG- Zimmer zu finanzieren, das ist nicht immer möglich. Auf diese Weise hat man auch oft noch ein paar Freunde oder Bekannte um sich herum, falls diese nicht alle umgezogen sind, und man ist nicht ganz auf sich alleine gestellt.

Nachteile, wenn man während dem Studium zu Hause wohnt

Wenn man nicht das Glück hat, dass die Universität oder Hochschule in der gleichen Stadt ist, wie das Elternhaus, muss man oftmals lange Wege mit dem Auto oder Zug oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln hinter sich bringen. An der Uni lernt man viele neue Kommilitonen kennen und diese treffen sich abends und gehen noch aus und du? Musst dann leider nach Hause fahren, da der letzte Zug um kurz vor 11 schon fährt.
Es hat sich nicht viel verändert zwischen Schul- und Studienzeit. Jeden Abend zu Hause mit Papa und Mama Abend essen und dann lernen. Was früher schön war, wird dir heute möglicherweise bald lästig werden, da du dich einfach älter und reifer fühlst und dein Elternhaus dich einengen wird.
Außerdem sind die meisten deiner Freunde weggezogen, um zu studieren oder haben jetzt andere Dinge zu tun und du hast das Gefühl, das nur du in deiner Entwicklung stehen geblieben bist.

Vorteile, wenn man zu Hause auszieht

Klar, die erste Zeit ist schwer und das geht jedem so. Im Extremfall ist man auf einmal ganz alleine in einer neuen Stadt und auf sich alleine gestellt. Aber diese Umstellung hat auch seine Vorteile. Man möchte ja nicht wie ein Nesthocker mit 35 noch bei den Eltern wohnen. Also lieber früher als später den Absprung schaffen und ausziehen. Und sein wir doch mal ehrlich: Mit 16 hätten wir unser linkes Bein dafür hergegeben, um alleine wohnen zu können. Nun ist es so weit und der Ernst aber auch der Spaß des Lebens beginnt.
Ob man nun in einer Wohngemeinschaft oder alleine wohnt, es ist eine Umstellung. Man muss nun selbst für sich sorgen, Essen kaufen, Rechnungen begleichen, die Wohnung putzen und was noch alles mit der Selbstständigkeit einhergeht. Dafür lernt man aber auch, selbstständiger zu sein und Verantwortung zu tragen. Und das ist ein ziemlich gutes Gefühl auf das man stolz sein kann. Zwar ist das alleine wohnen eine finanzielle Belastung aber durch BAföG und Wohngeld sollte dem Traum einer eigenen Wohnung oder WG-Zimmers nichts im Wege stehen.

Nachteile, wenn man zu Hause auszieht

Wenn es so viele Vorteile gibt, dann muss es doch einen Haken an der Sache geben oder? Klar, es gibt eine ganze Menge Haken. Allein die Wohnungssuche oder WG-Zimmer Suche kann schon extrem stressig sein und es kann passieren, dass man seine Ansprüche etwas herunterschrauben muss. Die 5- Zimmerwohnung mit Whirlpool auf der Dachterrasse, in der Innenstadt von Düsseldorf können sich die wenigsten Studenten leisten. Den Luxus, den man zu Hause hatte wird man also wahrscheinlich nicht bezahlen können. Oft reicht es dann nur noch für ein 10 Quadratmeter WG-Zimmer und erschüttert das Weltbild mancher Studenten.
Und dann die ganzen Zahlungen: Miete, Strom, Studiengebühren und was noch alles dazu kommt. Das Essen so teuer ist, das hätten viele Studenten wohl auch nicht gedacht. Es braucht seine Zeit, bis man alle Verpflichtungen unter einen Hut bekommt.
Wer zu Hause auszieht sollte auch erst einmal in eine Wohngemeinschaft ziehen. Denn sonst kann es schnell passieren, dass man etwas vereinsamt. Man kennt kaum jemanden und dann sitzt man in seinen eigenen vier Wänden und weiß nichts mit sich anzufangen. In einer WG lernt man gleich Leute kennen, es ist eigentlich immer jemand da, mit dem man sich unterhalten kann und die Aufgaben im Haushalt werden aufgeteilt.

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Die Entscheidung hängt auch jeweils von der Situation des einzelnen ab und es gibt viele Faktoren, die berücksichtigt werden müssen.