In den letzten Jahren hat sich neben der Bewerbung per Post auch die Bewerbung über das Internet durchgesetzt. Viele Unternehmen bestehen sogar mittlerweile auf einer Onlinebewerbung. Die Onlinebewerbung hat gegenüber der postalischen Bewerbung auch für euch viele Vorteile – sie ist kostenlos, schnell und einfach zu verschicken. Doch bei der Onlinebewerbung gibt es einige Punkte auf die ihr unbedingt achten solltet, damit eure Bewerbung nicht wegen irgendwelcher Formfehler gleich im digitalen Papierkorb landet. Wir zeigen euch fünf häufig gemachte Fehler und wie ihr sie vermeidet.

1. Onlinebewerbung – Schlechtes Bewerbungsfoto

Genau wie bei der Bewerbung per Post gehören auch in die Onlinebewerbung keine privaten Schnappschüsse oder Urlaubsfotos. Auch mit der Digitalkamera selbst gebastelte Bewerbungsfotos wirken meist unprofessionell. Wenn ihr bereits ein Bewerbungs- oder Passfoto habt, könnt ihr dieses einscannen, achtet aber darauf, dass die Qualität des Fotos nicht darunter leidet. Punkten könnt ihr mit professionellen Bewerbungsfotos vom Fotografen. Bittet den Fotografen, euch eine digitale Kopie des Bildes zu schicken, dann könnt ihr diese ohne Probleme in all eure Bewerbungen einfügen und habt ein qualitativ hochwertiges Ergebnis.

2. Onlinebewerbung – Unseriöse Emailadresse

So originell eure privaten Emailadressen auch sein mögen, solltet ihr eure Bewerbungen besser nicht von „couchpotato@hotmail.de“ oder „partyqueen666@gigamail.com“ verschicken. Richtet euch doch einfach ein separates Emailkonto ein und versucht eine Emailadresse wie „vorname.nachname@emailprovider.com“ zu ergattern. Versucht verschiedene Variationen mit Punkt, Unter- oder Bindestrich oder auch mit Zahl, wenn eure Wunschadresse schon vergeben ist. Schaut auch ruhig bei verschiedenen Providern nach, ob euer Name noch „frei“ ist. Wenn ihr gerade einen Job habt und auf der Suche nach etwas Neuem seid, schickt auch keine Bewerbungen von eurem Firmenaccount, da sonst der Eindruck entstehen könnte, ihr würdet während der Arbeitszeit nach Jobs suchen. Außerdem besteht die Gefahr, dass ihr in eurer derzeitigen Firma auffliegt.

3. Onlinebewerbung – Monströse Emailanhänge

Euer Anschreiben kann der Text der Email sein oder zusammen mit dem Lebenslauf, den Schul- und Arbeitszeugnissen angehängt werden. Idealerweise solltet ihr alles in einer Datei und in einem Standardformat– beispielsweise PDF- verpacken, denn eine Email mit 10 Anhängen, die sich alle nicht öffnen lassen strapaziert die Geduld eures potenziell zukünftigen Arbeitgebers. Verseht eure Anhänge auf jeden Fall mit einem eindeutigen Titel wie „Bewerbung Max Mustermann“, damit der Personalchef sie problemlos im Wirrwarr seiner abgespeicherten Dokumente wieder finden kann. Haltet die Dateigröße des Anhangs außerdem möglichst klein – optimal sind Größen unter 3 MB-, denn manche Firmenserver blockieren automatisch den Eingang von Emails, die eine bestimmte Größe überschreiten.

4. Onlinebewerbung – Leere Betreffzeile

Denkt daran, dass in der Personalabteilung – oder wohin auch immer ihr eure Bewerbung schickt- täglich möglicherweise hunderte Emails eingehen. Eine leere Betreffzeile hinterlässt da nicht nur den Eindruck, ihr hättet schlampig „gearbeitet“, sondern lässt eure Bewerbung auch sprichwörtlich in der Masse untergehen. Schreibt daher in den Betreff, worum es geht, z.B. „Bewerbung als Rezeptionistin“.

5. Onlinebewerbung – SMS- und Umgangsprache

Dass ihr euer Anschreiben nicht auf Papier ausdruckt und mit der Post verschickt, bedeutet noch lange nicht, dass ihr auf die Förmlichkeiten verzichten dürft. Rechtschreibfehler sind auch hier tabu, genauso wie das in privaten Emails übliche durchgängige Kleinschreiben von allen Wörtern. Auch vermeintliche Kreativität, was die Grußformeln betrifft, wird leider von den wenigsten Personalern geschätzt. Bleibt also am besten bei konventionellen Floskeln wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ und „Mit freundlichen Grüßen“ und schreibt diese auf jeden Fall aus. Mit SMS-Sprache wie „SgDuH“ und „MfG“ seid ihr schon aus dem Rennen, bevor es überhaupt angefangen hat. Denn warum sollte jemand sich die Mühe machen, eure Bewerbung zu lesen, wenn ihr euch nicht mal die Mühe macht, ganze Wörter zu schreiben?

Bewerbungen zu schreiben und zu versenden kostet viel Zeit und Mühe – doch formelle Fehltritte – selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind – können euch leicht zum Verhängnis werden. Wir hoffen daher, dass unsere Tipps euch helfen, solche Patzer zu vermeiden und mit eurer Bewerbung einen durch und durch gelungenen Auftritt hinzulegen. Viel Glück bei der Jobsuche!!!