Ein fester sicherer Job bis ins Rentenalter ist heute eine Seltenheit. Viele verlieren, vor allem in schweren Zeiten wie diesen, ihre Arbeit, auf Grund von Personalkürzungen oder anderem. Das ist jedoch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken sondern kann auch als Gelegenheit wahrgenommen werden, einen neuen Weg einzuschlagen, sich selbstständig zu machen oder sich in der Arbeitswelt umzuorientieren.
Abschied nehmen
Der Verlust des Arbeitsplatzes ist für viele wie der Verlust eines geliebten Menschen. Es mag sich zwar übertrieben anhören, aber auch hier muss Trauerarbeit geleistet werden, da man meist auch emotional mit seinem Arbeitsplatz und den dortigen Menschen verbunden ist. Abschied zu nehmen gehört dazu, mit dem bisherigen ins Reine zu kommen, die Tatsachen zu akzeptieren, um wieder nach vorne schauen zu können. Daher sollte ein Resümee gezogen werden, die guten und schlechten Zeiten, positive und negative Dinge noch einmal in Erinnerung gerufen und verarbeitet werden.
Arbeitslosengeld beantragen
Hört sich erst mal schlimm an, denn wer will schon auf Kosten des Staates Leben. Aber nach einer Kündigung dauert es oftmals einige Zeit, bis man auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen kann, beziehungsweise, bis man für sich selbst neue Ziele gesteckt hat. Daher sollte man den Zeitraum bis zum neuen Job überbrücken und Arbeitslosengeld beantragen. Bei einem befristeten Arbeitsvertrag muss man sich schon drei Monate vor Ablauf des Vertrages beim Amt melden, ansonsten sollte man spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit zum Arbeitsamt gehen und sich arbeitslos melden. Dort muss man Personalausweis, Arbeitspapiere, Lohnsteuerkarte und Nachweise über frühere Bezüge und die Kündigung vorzeigen.
Nach der Kündigung wieder nach vorne blicken
Ist die erste Trauer und der Abschied verarbeitet, dann wird es Zeit, wieder nach vorne zu blicken. Man hat im besten Fall schließlich einiges mitgenommen vom alten Arbeitsplatz, neue Fähigkeiten gewonnen und Netzwerke geknüpft.
Diese neuen Fähigkeiten und ein bisschen Motivation sollten einem die Kraft geben, neues Selbstvertrauen aufzubauen und sich wieder auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen. Was hat man im alten Beruf gelernt? Welche Berufsfelder haben einen besonders interessiert und wo hat man neue Stärken entdeckt, die es nun auszubauen gilt. Zum Beispiel durch eine Fortbildung oder sogar eine ganz neue Ausbildung.
Wem es schwer fällt, selbst Bilanz zu ziehen und sich über sein eigenes Können und wie es nun damit weitergeht, klar zu werden, der kann auch entsprechende Bücher kaufen oder sich Hilfe bei einem Karriereberater suchen. Das wird helfen, ein neues Kompetenzprofil und Bewerbungsstrategien  zu erarbeiten. Nun kann man gezielt auf die Suche nach einem neuen Job gehen und in eine neue Karriere starten.