Ihr wollt ein Praktikum in den USA absolvieren, aber wisst nicht wie? Oder ihr bewerbt euch bereits, aber habt keinen Erfolg? Vielleicht liegt es an euren Bewerbungsunterlagen, denn die deutsche Bewerbung weicht von Amerikanischen teilweise sehr stark ab und nur wer die amerikanischen Regeln beherrscht, hat gute Karten auf ein tolles USA-Praktikum. Wir haben euch einige Hinweise zusammengestellt, die euch helfen werden, euer internationales Traumpraktikum zu finden.

Bewerbung in den USA: Der Lebenslauf

Der Lebenslauf ist euer Markenzeichen in den USA. Ihr müsst hier sehr viel Zeit aufbringen um ihn gut und aussagekräftig zu gestalten. Folgende Unterschiede müsst ihr beachten:

Euer Geburtsdatum, Nationalität, Name und Berufe eurer Eltern und Geschwister haben in den persönlichen Daten nichts verloren. Hier werden nur euer Name, Adresse und Kontaktdaten eingebracht. Alles andere ist für Amerikaner unwichtig, auch ein Foto wird nicht benötigt. In der Education und den Work Experiences muss das aktuellste zuerst stehen. Die Grundschule ist irrelevant und wird nicht eingebracht, nur die hohen Abschlüsse werden angegeben. Bringt in den Lebenslauf ein, was ihr erreicht habt. Was habt ihr euren Arbeitgebern oder Praktikumsunternehmen gebracht? Welche Projekte habt ihr bearbeitet, mit welchen Resultaten? Die Fakten und Ergebnisse eurer bisherigen Tätigkeiten zählen viel! Bringt eure PC- und Sprachkenntnisse ein, ebenso andere Fähigkeiten die ihr besitzt. Hobbies sind nur selten erwünscht und sollten lieber weggelassen werden, außer sie sind für eure Traumstelle relevant. Haltet den Lebenslauf auf einer einzigen Seite, längere Dokumente sind in den Vereinigten Staaten unüblich.

Bewerbung in den USA: Das Anschreiben

Da Personaler maximal 30 Sekunden am Anschreiben verbringen, soll das Dokument den Leser schnell anregen, auch den Lebenslauf zu öffnen und ihn sich anzuschauen. Haltet das Anschreiben auf maximal einer Seite. Fasst euch kurz und bringt eure wichtigsten Erfahrungen, Kenntnisse und Stärken ein. Konzentriert euch darauf, wie eure Qualifikationen und Erfahrungen dem Unternehmen zum Erfolg verhelfen können. Beantwortet im Anschreiben diese Frage: „Warum sollte man an euch Interesse zeigen?“

Bewerbung in den USA: Zeugnisse und Referenzen

Zeugnisse werden in den USA kaum verlangt, zumal die Notensysteme ohnehin anders gemanagt werden als in Deutschland. Die Amerikaner bevorzugen Referenzen von ehemaligen Dozenten und Arbeitgebern oder Praktikumsunternehmen. Denn nicht nur die Zahl auf dem Zeugnis sagt etwas aus, wichtiger ist die Bewährung in der Praxis. Habt ihr euer Wissen angewendet? Wie beurteilt die Wirtschaft eure Leistung? Versucht ein bis zwei Referenzen auf englisch mit zu senden.

Bewerbung in den USA: Videobewerbung

Obwohl die Amerikaner keine Bilder in den Lebenslauf fügen, um Diskriminierung zu vermeiden, werden Videobewerbungen immer beliebter. Wenn ihr eine solche Botschaft aufnehmt, schaut euch vorher viele Beispiele an. Eine schlechte oder misslungene Videobewerbung kann mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, eine gute Aufnahme allerdings die Stelle verschaffen, die ihr unbedingt wolltet.

Vergesst nicht: ihr bewerbt euch in den USA, nicht in Deutschland. Geht davon aus, dass der Personaler kein deutsch kann, und daher weder deutsche Zeugnisse, noch Referenzen, Schulbezeichnungen oder Unternehmensnamen interpretieren kann. Wenn ihr Zweifel habt, holt euch auch professionellen Rat. Wir wünschen euch viel Erfolg mit euren Praktikumsbewerbungen in den USA!