Schon wieder so ein lustiger Begriff und eigentlich weiß man gar nicht, was sich hinter diesem Beruf verbirgt. Logopäde kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Begriffen „das Wort“ und „erziehen“ zusammen. Das Wort „Logopäde“ wurde schon im Jahre 1924 durch Emil Fröschels eingeführt und beschreibt den Beruf der Stimmheilkunde.

Das Berufsbild eines Logopäden

Der Tätigkeitsbereich von Logopäden und Logopädinnen gliedert sich auf in die logopädische Befunderhebung, also kurz gesagt die Diagnose, die anschließende Behandlung und die Beratung. Als Logopäde arbeitet man meist in Kliniken für Hör-, Sprach- und Stimmstörungen, in Krankenhäusern, in Gemeinschaftskliniken oder auch in Kinderkliniken, Facharztpraxen und Rehabilitationszentren. Logopäden beraten und untersuchen Patienten, die unter Stimm-, Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen leiden und setzen speziell ausgearbeitete therapeutische Maßnahmen zur Behandlung ein.

Wie werde ich Logopäde?

Logopädie kann man entweder studieren oder über eine Ausbildung den begehrten Berufsweg einschlagen. Zum Beispiel bietet das Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaften der RWTH Aachen den Studiengang an, Voraussetzung dafür ist aber eine zuvor abgeschlossene Ausbildung als Logopäde. Auch viele private Fachhochschulen und Einrichtungen bieten diesen Studiengang an: So zum Beispiel die Fachhochschule für Fachtherapien in Coburg, die Fachhochschule Oldenburg, die SRH Fachhochschule für Gesundheit in Gera und die Hochschule Fresenius in Hamburg. Zur praktischen Ausbildung  gehören die logopädische Befunderhebung, Therapieplanung  und die Therapie. Eine verwandte Ausbildung ist die 3-jährige Berufsfachschulausbildung zum/zur staatlich geprüften Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/in.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um Logopäde werden zu können?

Wenn man als Logopäde arbeiten möchte, sollte man selbst natürlich nicht an diversen Sprachfehlern leiden. Dafür sind ein ausgeprägtes Gehör und eine gewisse musische Begabung umso wichtiger. In erster Linie arbeitet man eng mit Menschen zusammen und sollte ein Händchen für den sorgsamen Umgang mit Patienten haben. Zugleich muss man als Autoritätsperson auftreten, damit die zu behandelnden im Zuge der oft anstrengenden und nervenaufreibenden Therapien nicht die Mitarbeit verweigern. Man muss unbedingt Motivation und Zuversicht ausstrahlen, sonst hat man in diesem Beruf keine Chance.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten hat ein Logopäde / eine Logopädin?

Aufstiegsmöglichkeiten bestehen zum leitenden Logopäden bzw. zur leitenden Logopädin oder zum Lehrlogopäden bzw. zur Lehrlogopädin. Außerdem kann man sich gleich nach dem Studium oder der Ausbildung selbständig machen und eine eigene fachbezogene Praxis eröffnen.

Wie viel verdient ein Logopäde / eine Logopädin?

Das Gehalt einen Logopäden variiert von Bundesland zu Bundesland und in welcher Einrichtung man arbeitet oder ob man selbstständig ist. Im Durchschnitt jedoch verdient ein Logopäde zwischen 24.000 und 30.000 Euro im Jahr.