Generell könnte man sagen: Je mehr Erfahrung desto besser, alles schön rein in den Lebenslauf, bloß keine Abstriche machen. Aber was hört sich besser an, Praktikum oder Nebenjob und sollte man die Tätigkeit in der Kneipe um die Ecke wirklich angeben? Im Folgenden klären wir auf, was in den Lebenslauf gehört und was nicht.

Gehört jedes Praktikum in den Lebenslauf?

Man sollte nur die Praktika aufführen, die auch mit der Branche zu tun haben, in der man sich bewirbt. Das Praktikum im Kindergarten ist für den Personaler bei einer Bank eher uninteressant. Man möchte ja auch möglichst den Eindruck vermitteln, dass man schon immer nur diesen Job und keinen anderen wollte, daher könnten Praktika in anderen Bereichen möglicherweise Verwirrung stiften.
Ansonsten sind Praktika immer gut und zeigen, dass du schon einige berufliche Erfahrungen gesammelt hast. Aber bitte Paktikumszeugnisse beilegen, da diese als Nachweis dienen, dass du denn auch wirklich Praktika absolviert hast. Praktika werden im Lebenslauf in der Rubrik „Berufserfahrung“ aufgeführt.

Gehört jeder Nebenjob in den Lebenslauf?

Hier teilen sich die Meinungen. Manche sagen, man sollte auch nur die Nebenjobs angeben, die unmittelbar mit der Arbeit zu tun haben, für die man sich nun bewirbt. Andere sagen, dass auch Nebenjobs wie Kellnern und ähnliches durchaus ein Nachweis bestimmter Qualifikationen sein kann. Soft Skills werden schließlich immer wichtiger und als Kellner muss man im Service und im Umgang mit Menschen gut sein, unter Zeitdruck arbeiten können und fähig sein sich unterzuordnen. Daher gibt es eigentlich keinen Grund, Nebenjobs nicht im Lebenslauf anzugeben, solange man dort etwas Sinnvolles gelernt hat. Auch Arbeit am Fließband oder als Hostess auf Messen kann ruhig angegeben werden, auch Personalern ist durchaus bewusst, dass man sich mal „die Hände schmutzig gemacht haben muss“ um ganz nach oben kommen zu kommen. Und das Jobs auf Niedriglohnbasis durchaus zur Charakterbildung beitragen können.
Laut einer Studie jobben 68 Prozent der Studenten neben dem Studium, um sich Lebenshaltungskosten und alles andere finanzieren zu können. Wieso also etwas verschweigen, was durchaus als positiv ausgelegt werden kann.
Wenn du dich dafür entscheidest, deine Nebenjobs im Lebenslauf aufzuführen, dann nicht unter der Rubrik „ Berufserfahrung“, sondern unter „Studienbegleitende praktische Tätigkeiten“.

Was ist nun besser – Nebenjob oder Praktikum?

Für manche stellt sich diese Frage gar nicht erst, da man nun mal Geld verdienen muss und da man bei Praktika oftmals nur wenig oder gar keine Bezahlung erhält. Wenn der Nebenjob in einem Bereich angesiedelt ist, in dem man auch später einmal arbeiten möchte, kann er durchaus besser im Lebenslauf ankommen, als ein Praktikum, da man bei einem Job eben doch mehr Verantwortung trägt. Aber oftmals sind in vielen Bereichen keine Nebenjobs zu bekommen und die Erfahrung im Babysitten ist nicht unbedingt hilfreich, wenn man sich um eine Stelle in der Werbebranche bewirbt.
Es lässt sich also nicht genau sagen, was nun besser ist. Auf jeden Fall ist Erfahrung in der Branche, in der man arbeiten möchte sehr hilfreich, ob das nun in Form eines Praktikums oder eines Jobs bleibt sich relativ gleich.