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Arbeitslosigkeit oder andere Umstände können Lücken im Lebenslauf hinterlassen, die von Arbeitgebern nicht gern gesehen werden. Eine Lücke im Lebenslauf kann schon von vorneherein dazu führen, dass deine Bewerbung nicht weiter angesehen wird und du auch nicht zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wirst. Wenn doch, dann wird man spätestens beim Bewerbungsgespräch nachfragen, was es mit den Lücken auf sich hat.

Wie viel darf man kaschieren?

Personaler kennen alle Tricks, welche Formulierungen benutzt werden, um Lücken im Lebenslauf zu kaschieren und sie fühlen sich dann schnell für dumm verkauft. Das ist schon mal kein guter Start, vor allem nicht auf der persönlichen Ebene.
Auch beschönigende Beschreibungen für die Zeit, in der man nichts getan hat, kommen schlecht an. Wenn jemand „berufliche Neuorientierung“ in den Lebenslauf schreibt, dann weiß jeder sofort, dass die Person arbeitslos ist oder war.
Das heißt also, offen mit den zeitlichen Lücken umgehen und darüber sprechen.
Wenn man arbeitslos war, dann hat das schließlich oft damit zu tun, dass die Firma Pleite gegangen ist und man selbst keinerlei Schuld trägt. Wenn das offen zur Sprache gebracht wird, dann ist das kein Problem. Wenn man in der fraglichen Zeit ein krankes Familienmitglied gepflegt hat, dann kann das sogar positiv ausgelegt werden und spricht für die Person, nicht gegen sie.
Beschönigen ist erlaubt aber Lügen nicht. Wer Dinge erfindet, die so nicht stimmen und es kommt ans Licht, dann bleibt das nicht ohne Konsequenzen.

Wie kann ich Lücken im Lebenslauf füllen

Hinterher ist man immer schlauer, daher hier ein paar Tipps, wie man Lücken im Lebenslauf vermeiden kann.
Wer arbeitslos geworden ist, oder einfach gerade noch nicht weiß, in welche Richtung er gehen möchte: Nicht zu Hause sitzen und nichts tun! Sondern versuchen die Zeit sinnvoll zu nutzen.
So kann man sich zum Beispiel ehrenamtlich betätigen und so die Zeit überbrücken. Das wird sehr gerne im Lebenslauf gesehen und wird dir vielleicht Türen öffnen, die vorher verschlossen waren.
Wer Defizite im sprachlichen Bereich sieht, der kann Sprachkurse belegen und seine Kenntnisse verbessern.
Man kann die Zeit für eine Weiterbildung nutzen und so noch mehr Erfahrungen sammeln, die später hilfreich sein könnten.
Hauptsache der Personaler oder der zukünftige Arbeitgeber sieht, dass man nicht faul zu Hause gesessen hat, sondern die Zeit engagiert und sinnvoll anderweitig genutzt hat.

Allgemein gilt, dass man mit der Wahrheit besser fährt, und wenn man große zeitliche Lücken im Lebenslauf hat, diese erklären kann und eine Antwort parat hat, wie man die Zeit genutzt hat. Ansonsten gehört zu einer Bewerbung noch mehr, als nur ein Lebenslauf. Ein knackiges Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben kann den zukünftigen Arbeitsnehmer schon überzeugen und dazu bringen, über kleine Lücken hinwegzusehen.

Wer weitere Fragen hat oder nach Anregungen sucht, gibt es Bücher, die sich speziell mit diesem Thema beschäftigen.

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